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Textschnipsel aus "Die Panschs"

Horst
Feierabend. Langsam, ganz langsam, um seine Gedanken zu ordnen, geht Horst zur Straße. Seine Kumpel sind verschwunden, die trinken längst ihr Feierabendbier oder essen in der Gaststätte. Das gehört auch bei ihm zum Machbaren, denn es ist Lohntag. Die Tüte mit Scheinen und Geldstücken klimpert herausfordernd in seiner Jackentasche. So ein „Russisch Ei“, darauf hätte er Lust. Jetzt kann er sich das noch leisten, aber dann als Familienvater, da gibt es sicher andere Anforderungen. Beim Geldausgeben ist der junge Mann sowieso ziemlich locker, weil er Frida und Sepp hinter sich weiß. Die helfen ihm, wenn nötig, am Monatsende aus. Sie ahnen nicht, dass er eigentlich gut verdient. Und wenn, Sepp hätte ihm trotzdem etwas zugesteckt. Onkel Sepp, wie er ihn seit Kindertagen nennt, ist eben ein warmherziger Mann. Keiner Fliege kann der etwas zuleide tun. Bei Frida ist sich Horst nicht so sicher, die rückt ihrem Sohn schon eher die Mütze zurecht, wie sie es ausdrückt.